Versorgungssicherheit

Dank Offshore-Windkraft in greifbarer Nähe.

Der deutsche Klimaschutzplan legt es dar: Deutschlands Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral zu werden. Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, dass zu diesem Zeitpunkt weltweit CO2-Neutralität erreicht werden soll und so die Erderwärmung deutlich unter 2°C gehalten wird. Auch die Europäische Union fordert ein klimaneutrales Europa bis 2050.

Ein essenzieller Teil der Lösung sind nachhaltige Energiequellen, wie Windkraft. Wie entsteht aber auf lange Sicht Versorgungssicherheit, wenn bereits für 2022 der Atomausstieg geplant ist und auch fossile Energiequellen nicht mehr genutzt werden sollen?

Die Mischung macht’s. Und Offshore-Wind.
Die Antwort: Ein Energiemix aus verschiedenen, nachhaltigen Technologien. Die vielversprechendste grüne Energiequelle ist jedoch der Meereswind. Laut Berechnungen der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) wird die gewonnene Windenergie aus Offshore-Windparks in Zukunft 20–25 % zur Stromerzeugung beisteuern. Hier wird deutlich, wie wichtig der in Offshore-Windparks gewonnene Meereswind – im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien – für die Stromerzeugung ist.

Offshore-Wind als Garant der Energiewende
Gerade vor den deutschen Küsten sind die Voraussetzungen für Offshore-Windparks ideal: Hier ist viel Platz für die großen Turbinen, der Wind weht konstant und stark und die Bodenbeschaffenheit ist nahezu perfekt. Das alles macht Offshore-Windenergie zu einer fast grundlastfähigen Technologie für Deutschland.

Potenzial von Windenergie – Meer schlägt Land
Auch was die Leistung betrifft, liegt die Zukunft der Windkraft ganz klar im Meer und nicht an Land. Mehr Windkraftanlagen und somit mehr Offshore-Wind hieße auch, weniger Onshore-Wind. Mit rund 4.200 Volllaststunden pro Jahr ist ein Offshore-Windkraftwerk fast doppelt so gut ausgelastet wie ein Windpark an Land.

Offshore-Wind: ein zuverlässiger Stromlieferant?
Offshore-Wind ist für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar. Zu diesem Ergebnis kam das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik im Jahr 2017. Grund sind die guten Kraftwerkseigenschaften der Offshore-Windenergie. Die Offshore-Windanlagen liefern vergleichsweise konstant Strom und die Erträge der regenerativen Energie sind gut vorhersagbar.

Die wichtigen Faktoren für Versorgungssicherheit erfüllt Offshore-Windkraft ohne Probleme: Die Energiequelle stetig vorhanden, bezahlbar, akzeptiert und zugänglich. Um dieses Potential von Offshore-Wind allerdings voll auszuschöpfen, muss Deutschland seine Ausbauziele erhöhen. Eine Investition, die nicht nur der Windkraftbranche zugutekommen wird, sondern letztendlich der gesamten deutschen Wirtschaft und Bevölkerung.