Versorgungssicherheit

Dank Offshore-Windkraft in greifbarer Nähe.

Deutschland hat sich entschieden: Im Jahr 2050 sollen 80 % des Energiebedarfs durch nachhaltige Energiequellen wie Windkraft gedeckt werden, langfristig sogar 100 %. Wie entsteht aber auf lange Sicht Versorgungssicherheit, wenn bereits für 2022 der Atomausstieg geplant ist und auch fossile Energiequellen nicht mehr genutzt werden sollen?

Die Mischung macht’s. Und Offshore-Wind.
Die Antwort: Ein Energiemix aus verschiedenen, nachhaltigen Technologien. Die vielversprechendste grüne Energiequelle ist jedoch der Meereswind. Laut Berechnungen der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) wird die gewonnene Windenergie aus Offshore-Windparks in Zukunft 20–25 % zur Stromerzeugung beisteuern. Hier wird deutlich, wie wichtig der in Offshore-Windparks gewonnene Meereswind – im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien – für die Stromerzeugung ist.

Offshore-Wind als Garant der Energiewende
Gerade vor den deutschen Küsten sind die Voraussetzungen für Offshore-Windparks ideal: Hier ist viel Platz für die großen Turbinen, der Wind weht konstant und stark und die Bodenbeschaffenheit ist nahezu perfekt. Das alles macht Offshore-Windenergie zu einer fast grundlastfähigen Technologie für Deutschland.

Potenzial von Windenergie – Meer schlägt Land
Auch was die Leistung betrifft, liegt die Zukunft der Windkraft ganz klar im Meer und nicht an Land. Mehr Windkraftanlagen und somit mehr Offshore-Wind hieße auch, weniger Onshore-Wind. Mit mindestens 4.500 Volllaststunden pro Jahr ist ein Offshore-Windkraftwerk fast doppelt so gut ausgelastet wie ein Windpark an Land.

Offshore-Wind: ein zuverlässiger Stromlieferant?
Offshore-Wind ist für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar. Zu diesem Ergebnis kam das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik im Jahr 2017. Grund sind die guten Kraftwerkseigenschaften der Offshore-Windenergie. Die Offshore-Windanlagen liefern vergleichsweise konstant Strom und die Erträge der regenerativen Energie sind gut vorhersagbar.

Die wichtigen Faktoren für Versorgungssicherheit erfüllt Offshore-Windkraft ohne Probleme: Die Energiequelle stetig vorhanden, bezahlbar, akzeptiert und zugänglich. Um dieses Potential von Offshore-Wind allerdings voll auszuschöpfen, muss Deutschland seine Ausbauziele erhöhen. Eine Investition, die nicht nur der Windkraftbranche zugutekommen wird, sondern letztendlich der gesamten deutschen Wirtschaft und Bevölkerung. Die hohen Subventionen sind – vor allem in Hinblick auf den oben genannten Atomausstieg 2022 – notwendig, um den Ausbau der Offshore-Windparks zu gewährleisten.