Gode Wind 1 und 2

Ursprünglich als zwei Projekte erworben, haben wir Gode Wind 1 und 2 als ein großes Projekt gebaut und in Betrieb genommen. Zusammengesehen ist er der größte Windpark in Deutschland. Die 97 Windkraftanlagen mit jeweils 6MW Leistung verteilen sich auf einer Fläche von insgesamt 70km². Im gesamten Projekt sind 130km Seekabel verlegt, um die Turbinen mit den zwei Offshore-Substations zu verbinden. Knapp 50 km vor der niedersächsischen Küste wurde mit der Installation im April 2015 begonnen. Rund ein Jahr später ist dann die letzte Turbine installiert worden und seit Herbst 2016 speist der Windpark vollständig Strom ins Netz ein.
Installation einer Windkraftanlage in Gode Wind
Installation einer Windkraftanlage in Gode Wind

Besonderer Schallschutz bei der Installation
Zum ersten Mal wurden für Gode Wind in der deutschen Nordsee Windturbinen der 6-Megawatt-Klasse installiert. Das bedeutet, dass auch die Fundamente mit einem Durchmesser von 7,5 Metern besonders groß sind. Die Vorgaben zur Reduzierung des Baulärms, die mit der Genehmigung vom Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) erteilt werden, sind entsprechend streng. Maximal 160 Dezibel Schallpegel innerhalb eines Umkreises von 750 Metern sind erlaubt. Tatsächlich lagen die Schallwerte beim Bau von Gode Wind weit niedriger als die erlaubte Obergrenze. Die Vorgabe dient dem Schutz der Meerestiere, insbesondere des geschützten Schweinswals.

Um den Schallpegel während der Installation deutlich zu reduzieren, verwendete Ørsted zwei Techniken: Den großen Blasenschleier und ein maßgeschneidertes Schallschutzrohr. Das Schallschutzrohr hilft bei der Installation der Fundamente, denn es wirkt wie eine Führungsschiene. Erstmals haben wir dieses System bei unserem Windpark Borkum Riffgrund 1 eingesetzt. Die Komponenten für GOW haben wir aber technisch noch einmal modifizieren lassen und dadurch noch schalldämmender wirken.

Einsatz eines Blasenschleiers (GBS) im Offshore-Windpark Gode Wind für den Schallschutz.
Einsatz eines Blasenschleiers
Ørsted hält an Gode Wind 1 und 2 jeweils 50 Prozent. An Gode Wind 1 ist zudem Global Infrastructure Partners und The Renewables Infrastructure Group beteiligt. An Gode Wind 2 sind vier dänische Pensions-fonds, darunter PKA und Industriens Pension, zu insgesamt 50 Prozent involviert. Ørsted ist für die Betriebsführung und Wartung des Windparks zuständig.
Ein Film zum Bau des Projekts

Fakten

Windkraftanlagen:   97 x SWT-6.0-120 (Siemens)
Fundamenttyp:  97 x Monopiles/Transition Pieces
Kapazität:  582MW, für umgerechnet ca. 600.000 Haushalte
Baubeginn:  Q2 2015
Vollständige Inbetriebnahme: Q3 2016