Ørsteds innovatives Service-Schiff für Offshore-Windparks – neue Maßstäbe in Sachen CO2-Einsparung und Sicherheit

Die Wind of Change wird ab diesem Sommer als sogenanntes Service Operation Vessel (SOV) in Ørsteds deutschen Offshore-Windparks in der Nordsee im Einsatz sein. Mit einem Hybrid-Motor wird weniger CO2 ausgestoßen und die Ausstattung ist speziell für die Offshore-Windkraft ausgelegt.
Malte Hippe (Geschäftsführer Ørsted), Edouard Louis-Dreyfus (President Louis Dreyfus Armateurs), Doris Kruse (Stv. Bürgermeisterin Emden), Volker Malmen (Geschäftsführer Ørsted), Heiko Schmelzle (Bürgermeister Norden) und Sebastien Floc'h (Deputy CEO Louis Dreyfus Armateurs) vor der Wind of Change. (Quelle: Ørsted/Nicolai Heise)

84 Meter Länge, ein moderner Kolibri-Kran und Kompensation des Wellgangs auf See - Ørsted wird zukünftig ein neues Service-Schiff für die eigenen Windparks in der Nordsee einsetzen. Von Emden aus fährt die Wind of Change ab Sommer 2019 regelmäßig zu den Windparks Borkum Riffgrund 1 und 2 sowie Gode Wind 1 und 2, um Wartungsarbeiten an den Windkraftanlagen durchzuführen. Erstmals hat Ørsted dafür extra ein Schiff bauen lassen, das für diese speziellen Ansprüche optimiert ist.

Am 17. Mai haben die Ørsted-Geschäftsführer Volker Malmen und Malte Hippe geladenen Gästen, darunter Emdens Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kruse und Nordens Bürgermeister Heiko Schmelzle, das Schiff im Hafen von Emden vorgestellt.

„Wir freuen uns, ein solch innovatives Schiff für unsere Windparks in Betrieb zu nehmen. Mit der Wind of Change setzen wir neue Maßstäbe in Sachen Sicherheit und Nachhaltigkeit für den Bereich Offshore-Wind.“ sagt Volker Malmen.

Malte Hippe ergänzt: „Die Wind of Change bietet uns die Möglichkeit, auch bei höherem Wellengang einsatzfähig zu bleiben. Damit werden wir die Sicherheit für unsere Teams erhöhen und gleichzeitig effizienter arbeiten. Den Betrieb der Windparks werden wir weiterhin von Norddeich aus koordinieren. Für unsere Logistik spielt auch Emden in unserer Betriebskette eine wichtige Rolle.“

„Als Stadt Emden sind wir sehr froh, dass es jetzt eine völlig neue Dimension mit diesem preisgekrönten Offshore-Service-Schiff gibt, entwickelt extra für die Sicherheit ihrer Beschäftigten und zudem, was ganz im Sinne des Denkens und Handels der Stadt Emden ist, die Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne zu verfolgen. Ich freue mich, dass der Standort Emden für die Logistik weiterhin Bestand hat, zusammen mit Norddeich ist Ostfriesland gut vertreten. Im Sinne unserer aller Zukunft, hoffen wir auf mehr Umsetzung bei der Windkrafterzeugung, gratulieren der Firma Ørsted herzlich zu diesem Offshore-Service-Schiff und wünschen weiterhin gute Zusammenarbeit und viel Erfolg,“ sagt Doris Kruse.

„Wir arbeiten mit Ørsted bereits seit Jahren erfolgreich in Norden-Norddeich zusammen. Auch der Termin heute zeigt, dass die Offshore-Windkraft ein wichtiger Wirtschaftszweig für unsere Region ist. Ich begrüße es, dass ein so großer Fokus auf die Themen Umweltverträglichkeit und Sicherheit der Mitarbeiter gelegt wird.” so Heiko Schmelzle.

In Emden wird die Wind of Change im Hafenbereich der EPAS einmal im Monat vor Anker gehen, um Proviant und Materialien zu laden. Die Zentrale für die deutsche Betriebsführung von Ørsted befindet sich in Norden-Norddeich. Hier werden auch Komponenten für die Windparks gelagert. Erst 2018 hatte Ørsted den dortigen Standort weiter ausgebaut.

Bei der Ausschreibung von Ørsted konnte sich der französische Reeder Louis Dreyfus Armateurs durchsetzen. Gebaut wurde das Schiff im Cemre Shipyard in der Türkei, unweit von Istanbul.

Technische Innovationen und mehr Komfort
Die Wind of Change wurde speziell für die Bedürfnisse der Offshore-Windkraft konzipiert. Ein innovativer Diesel-Elektrik Antrieb mit Hybrid-Unterstützung setzt das Schiff in Bewegung. Die Elektromotoren des Schiffs sparen eine Menge Kraftstoff, da immer nur so viel Strom produziert wird, wie benötigt wird. Zusätzlich unterstützt ein Batteriepack als Hybrid das Motorenkonzept. Wenn kurzfristig mehr Leistung benötigt wird, kommt die Batterie zum Einsatz.

Um die Sicherheit bei der Wartung der Windkraftanlagen weiter zu erhöhen, verfügt die Gangway über eine Bewegungskompensation die Wellengang ausgleicht und so den Überstieg für das Personal erleichtert. Zudem kommt eine intelligente Steuerung zum Einsatz (Dynamic Positioning), mit der das Schiff mit einer Abweichung von maximal einem Meter auf der Stelle stehen bleiben kann. Das Helikopterdeck ist geeignet zur Landung von Hubschraubern innerhalb des Offshore-Windparks. Der sogenannte Kolibri-Kran mit 30m Reichweite ist ebenfalls bewegungsstabilisiert.

Das 84 Meter lange Schiff bietet Platz für 90 Kabinen, in denen die Servicetechniker und Crew mehr Komfort erwarten können. Es gibt ausschließlich Einzelkabinen mit Fenster und eigenem Badezimmer. Neben 4G-Mobilempfang bieten die Kabinen auch TV-Empfang per Satellit und WLAN auf hoher See. In der Kantine, die Platz für 40 Personen bietet, werden die Mahlzeiten frisch zubereitet. Darüber hinaus verfügt das Schiff über eine eigene Wasserversorgung. Dort wird Frischwasser in höchster und streng kontrollierter Qualität hergestellt und so gleichzeitig Plastikmüll vermieden.

Ørsted zählt bereits heute zu den weltweit führenden grünen Energieunternehmen und ist Weltmarktführer im Bereich Offshore-Windenergie. Insgesamt hat Ørsted Offshore-Windparks mit einer Gesamtkapazität von 1,4 Gigawatt in Deutschland installiert. Zudem baut und betreibt das Unternehmen Onshore-Windparks, Bioenergie- und Wärmekraftwerke und beliefert Industrieunternehmen mit maßgeschneiderten Energiedienstleistungen wie beispielsweise PPAs (Power Purchase Agreements).  

 

Bilddownload (Ørsted/Nicolai Heise)

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