Eine wichtige Rolle für den naturverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie spielt der Einklang mit dem Lebensraum der maritimen Tierwelt. Dazu zählen auch Zugvögel, die die Gebiete der Offshore-Windparks durchqueren. Welche Auswirkungen die Windkraftanlagen im Meer auf Zugvögel haben, ist bisher allerdings nur unzureichend erforscht. Die Unternehmen DanTysk Sandbank, EnBW AG, Iberdrola, Ørsted, RWE, Skyborn, Vattenfall und WindMW GmbH haben deshalb in Zusammenarbeit mit dem Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO) das tatsächliche Kollisionsrisiko in einem küstennahen Onshore-Windpark in Norddeutschland, über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren, untersucht.
Im Ergebnis zeigt die Studie, dass 99,8 Prozent der tag- und nachtziehenden Vögel die Anlagen meiden. Entsprechend ist das Kollisionsrisiko deutlich geringer ist als bisher angenommen. Zudem führt eine hohe Zugintensität der Studie nach nicht automatisch zu mehr Kollisionen. Pauschale Abschaltungen von Offshore-Windparks bei starkem Vogelzug erscheinen daher nicht sinnvoll. Die Datensätze wurden mittels modernster Methoden durch KI-gesteuerte Kameras sowie ein spezialisiertes Vogelradar erfasst. Durchgeführt wurde die Studie vom Consultingbüro BioConsult SH.
Zur Pressemitteilung des BWO:
Studie zeigt: Zugvögel meiden Windenergieanlagen fast vollständig
Zum Download der Studie:
The collision risk of migrating birds at wind farms
Weitere Informationen zum Thema:
Ørsted Faktencheck