Bereits seit Beginn 2023 haben wir zusätzlich zum verpflichtenden HEMS-Hubschrauber einen von NHC betriebenen Ambulanzhubschrauber auf dem Flugplatz von
Frisia in Norddeich stationiert. Im Gegensatz zum HEMS-Hubschrauber hat der Ambulanzhubschrauber keine*n Ärzt*in an Bord. Stattdessen sorgen voll ausgebildete Sanitäter*innen für die medizinische Versorgung. Neben den zwei Pilot*innen gehört außerdem immer der sogenannte „Hoist Operator“ zur Besatzung des Ambulanzhubschraubers. Es werden nur Menschen mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen transportiert, die eigenständig in den Helikopter hinaufgezogen werden können („hoisten“). So kann der HEMS-Hubschrauber für schwerwiegendere Notfälle freigehalten werden, was das Risiko einer Überlastung der Rettungskette deutlich reduziert. Gleichzeitig stellen wir so eine schnelle Erstversorgung unserer Mitarbeiter*innen sicher. Die Entscheidung, welcher der beiden Hubschrauber eingesetzt wird, wird ausschließlich von den medizinisch geschulten Mitarbeiter*innen der HEMS-Leitstelle getroffen.
Mit beiden Hubschraubern wird NHC im Notfall auch Einsätze zu den ostfriesischen Inseln fliegen. So wird nicht nur die Sicherheit unserer Techniker*innen in den Windparks verbessert, sondern auch die der Bevölkerung auf den Inseln.
Sicherheitstrainings für unsere Offshore-Mitarbeiter*innen
Der Einsatz in einem Offshore-Windpark setzt voraus, dass unsere Mitarbeiter*innen besonders geschult und ausgebildet werden, um sie auf die physisch anspruchsvollen Aufgaben vorzubereiten. So werden unsere Kolleg*innen z.B. im Falle unvorhergesehener Reparaturen, die zeitnah durchgeführt werden müssen, mit unserem in Norddeich stationierten Ambulanzhubschrauber in die Offshore-Windparks geflogen. Die dafür benötigten Trainings bedürfen einer speziellen Zertifizierung nach hohen Industriestandards. Diese müssen von unseren Mitarbeiter*innen alle ein bis zwei Jahre durchlaufen werden, um jederzeit ein höchstmögliches Maß an Sicherheit beim Arbeiten offshore gewährleisten zu können.
Auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände in Norden befindet sich unser unternehmenseigenes Trainingszentrum, das wir in Kooperation mit der Deutschen WindGuard betreiben. Hier können unsere Mitarbeiter*innen Trainings nach dem internationalen Sicherheitsstandard der Global Wind Organisation (GWO) sowie der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) absolvieren. Im rund 25 Meter hohen ehemaligen Schlauchturm können Trainings zum Arbeiten in der Höhe durchlaufen werden. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiter*innen in den Bereichen Überleben auf See, Erste Hilfe, Notausstieg beim Helikopter-Absturz, dem Heben und Tragen von Lasten sowie in Brandbekämpfung geschult. Dafür nutzen wir insbesondere das WindGuard-Trainingszentrum in Elsfleth.