Ørsted und Nuveen weihen mit Borkum Riffgrund 3 einen der größten Offshore-Windparks Deutschlands ein

Einweihung von Borkum Riffgrund 3: Rasmus Errboe, CEO von Ørsted; Thorsten Dietz, Director Build DC bei TenneT Deutschland, Tinne Van der Straeten, CEO bei WindEurope; Jordi Francesch, Head of Global Clean Energy bei Nuveen Infrastructure; Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen und Dr. Nico Nolte, Abteilungsleiter beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (v.l.n.r.)
Einweihung von Borkum Riffgrund 3: Rasmus Errboe, CEO von Ørsted; Thorsten Dietz, Director Build DC bei TenneT Deutschland, Tinne Van der Straeten, CEO bei WindEurope; Jordi Francesch, Head of Global Clean Energy bei Nuveen Infrastructure; Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen und Dr. Nico Nolte, Abteilungsleiter beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (v.l.n.r.)
Der 913 Megawatt große Offshore-Windpark wird in großem Maße erneuerbaren Strom aus der deutschen Nordsee liefern, die nationale Energiesicherheit stärken, industrielle Wettbewerbsfähigkeit fördern sowie die Dekarbonisierung wichtiger deutscher Industrien und der digitalen Wirtschaft vorantreiben.

Hamburg. Heute haben Ørsted und Partner Nuveen Infrastructure Borkum Riffgrund 3 eingeweiht, und damit die Fertigstellung des größten Offshore-Windparks des Unternehmens in Deutschland gefeiert. Es markiert die Inbetriebnahme eines der ersten Offshore-Windparks des Landes in der Größenordnung eines konventionellen Kraftwerks. Mit einer installierten Leistung von 913 MW kann Borkum Riffgrund 3 jährlich genug erneuerbaren Strom erzeugen, um den Verbrauch von fast einer Million deutschen Haushalten zu decken. Der Offshore-Windpark liegt etwa 72 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste und befindet sich zu jeweils 50% im Besitz von Ørsted und Nuveen Infrastructure.

Rasmus Errboe, CEO von Ørsted, sagte: „Borkum Riffgrund 3 zeigt, was Offshore-Windenergie für Deutschland leisten kann: großflächige, heimische, erneuerbare Stromversorgung für Industrie und Haushalte, gebaut von einer europäischen Lieferkette. Mit einem gut ausgestalteten Rahmenwerk, dass eine ausgewogene Risikobalancierung berücksichtigt, können die deutsche Nord- und Ostsee zu Kraftwerken werden, die die Dekarbonisierung und Energieunabhängigkeit vorantreiben."

Er fuhr fort: „Gleichzeitig ist die Einweihung ein bedeutender Meilenstein für Ørsted, da wir unsere Kapazität für erneuerbare Energien in Deutschland erheblich erhöhen und einen großen Schritt in Richtung Umsetzung unseres globalen Ausbauportfolios von insgesamt 8,1 GW machen."

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, sagte in ihrer Botschaft an die Gäste in Hamburg: „Mit 913 Megawatt trägt dieses einzelne Projekt fast ein Zehntel zu unserer nationalen Offshore-Kapazität bei, die in diesem Jahr bereits die 10-Gigawatt-Marke überschritten hat. Ein Windpark mit der Leistung eines konventionellen Kraftwerks. Saubere Energie im echten industriellen Maßstab.“ 

Sie fügte hinzu: „Offshore-Windenergie ist eine saubere, resiliente Energieform und ein bedeutender industrieller Beitrag.“

An der Veranstaltung nahm Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, teil. Er unterstrich die Bedeutung der Offshore-Windenergie für Deutschlands Energieunabhängigkeit und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.

„Borkum Riffgrund 3 verdeutlicht, warum die Offshore-Windenergie nicht nur eine wesentliche Säule der Energiewende ist. Sie ist auch ein wichtiger Wirtschaftsmotor und ein strategischer Standortfaktor. Sie sorgt für Aufträge für Industrieunternehmen, sichert qualifizierte Arbeitsplätze und stärkt die maritime Kompetenz unserer Küstenregionen.“, so Grant Hendrik Tonne.

„Die heutige Einweihung markiert einen stolzen Moment für Nuveen Infrastructure und unsere langjährige Partnerschaft mit Ørsted. Borkum Riffgrund 3 spiegelt das Ausmaß der Investitionen und Zusammenarbeit wider, das nötig ist, um Deutschlands Energiewende zu erreichen, indem er industrielle Abnehmer, Partner in der Lieferkette und langfristiges Kapital zusammenbringt, um ein Projekt zu schaffen, das deutschen Unternehmen und Haushalten für Jahrzehnte nutzen wird. Mit Blick auf die Zukunft werden weiterhin regulatorische Klarheit und stabile, indexierte Rahmenwerke unerlässlich sein, um die nächste Investitionswelle in Offshore-Windenergie zu mobilisieren. Und wir verpflichten uns weiterhin, Deutschlands Ambitionen in diesem Bereich zu unterstützen", sagte Jordi Francesch, Global Head of Clean Energy bei Nuveen Infrastructure.

Jordi Francesch, Global Head of Clean Energy bei Nuveen Infrastructure; Rasmus Errboe, CEO von Ørsted; Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen und Josche Muth, Geschäftsführer von Ørsted in Deutschland (v.l.n.r.) (Ørsted)

Eine weitere Hauptquelle für erneuerbare Energien aus Deutschland
Deutschland importiert immer noch mehr als 60 % seiner Energie. Dadurch sind Haushalte und Unternehmen Preisschocks im Bereich der fossilen Brennstoffe ausgesetzt, die allein in den vergangenen fünf Jahren zweimal aufgetreten sind. 

„Deutschland unternimmt derzeit wichtige Schritte, um Offshore-Windenergie effizienter und kostengünstiger zu machen, insbesondere durch die Einführung von zweiseitigen Differenzvertägen (CfD), längeren Betriebsdauern von Windparks und einen stärkeren Fokus auf grenzüberschreitende Projekte. Ein klares, ausschließlich auf CfDs basierendes, Auktionsmodell würde die Komplexität verringern und mehr Sicherheit bieten, was dazu beiträgt, sicherzustellen, dass die vergebenen Projekte letztlich wirklich gebaut und umgesetzt werden – ein zentrales Ziel, das sowohl von Regierung als auch von der Industrie geteilt wird. Die Indexierung ist unerlässlich, da sie politisch und inflationsbedingte sowie makroökonomische Risiken abschwächt, die außerhalb der Kontrolle der Entwickler liegen. Länder wie Großbritannien, Polen, Dänemark und Belgien haben die Bedeutung dessen bereits erkannt", sagte Josche Muth, Geschäftsführer von Ørsted in Deutschland.

Im Kern seines Beitrags zur deutschen Energiesicherheit hilft Borkum Riffgrund 3, die wachsende Nachfrage nach erneuerbarem Strom von Unternehmen im Zentrum der deutschen Industrie- und Digitalwirtschaft, wie Amazon, Google, EHA/REWE Group, Covestro und BASF, zu decken.

Borkum Riffgrund 3 ist direkt an die Konverterplattform DolWin epsilon von Übertragungsnetzbetreiber TenneT angeschlossen – erstmalig für Offshore-Windenergie in Deutschland. Weitere Innovationen und die enge Koordination beim Netzbau waren ein zentrales Thema bei der Einweihung, und es herrschte breite Einigkeit darüber, dass ein beschleunigter und koordinierter Ansatz essenziell für die Erschließung des Potenzials der Erneuerbaren in Deutschland ist.

Mit Hilfe einer europäischen Lieferkette gebaut
Borkum Riffgrund 3 ist ein Paradebeispiel für die Fähigkeit der europäischen Lieferkette in der Offshore-Windenergie und deren Bedeutung in Deutschland. Das Projekt wurde unter anderem mit Windturbinen und Fundamenten aus Deutschland und Dänemark, Kabeln aus Deutschland und Frankreich sowie Installationsschiffen aus den Niederlanden und Belgien gebaut. Rund 100 deutsche Unternehmen wurden im Zusammenhang mit der Entwicklung und dem Bau des Windparks beauftragt. Betrieb und Wartung werden von Ørsteds Standort in Norden-Norddeich sowie von Emden aus durchgeführt.

Dabei schafft Offshore-Wind Wertschöpfung weit über die Küstenregionen hinaus, einschließlich Industriezentren wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und dem Saarland. Im Jahr 2025 schuf die Offshore-Windindustrie mehr als 30.000 Vollzeitstellen und einen Bruttowert von 14,6 Milliarden Euro in ganz Deutschland, was die Rolle des Sektors als Energie- und Industrieressource unterstreicht. 

„Offshore-Windenergie bleibt eine Quelle industrieller Stärke für Deutschland, und jedes Projekt in deutschen Gewässern wird landesweit eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen in der Fertigung schaffen. Wir freuen uns, Borkum Riffgrund 3 gemeinsam mit unseren engen Partnern aus der Lieferkette einzuweihen, die uns nicht nur in Deutschland, sondern auch in unserem globalen Ausbauportfolio auf drei Kontinenten unterstützen", sagte Patrick Harnett, Chief Construction Officer bei Ørsted.

Borkum Riffgrund 3 ist Ørsteds sechster Offshore-Windpark in Deutschland. Er erhöht die installierte Offshore-Windkapazität von Ørsted auf etwa 2,5 GW. Mit einem Marktanteil von 25 % ist es das größte Offshore-Wind Portfolio in Deutschland.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Steffen Kück
Ørsted Pressesprecher
steku@orsted.com
+49 40 181310 829

Rachael Dowers 
Media Relations Nuveen
+44 20 3727 8234
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