Repowering

Weniger Anlagen, mehr Leistung, höherer Ertrag: das Repowering schon bestehender Windparks eröffnet neue Perspektiven. Schon heute ist Repowering ein unerlässlicher Faktor, um den weiteren Ausbau der Windenergie voranzutreiben – und damit unsere Energie- und Klimaziele zu erreichen.


Durch Repowering die Ressource Wind noch effektiver nutzen

Bestehende Windenergieanlagen werden beim Repowering durch moderne Anlagen mit besserer Leistung und höherem Ertrag ersetzt. So kann auf gleicher Fläche mehr Strom erzeugt werden. Üblicherweise ist dabei derzeit bei einer Halbierung der Anlagenzahl mit doppelter Nennleistung und dreifachem Stromertrag gegenüber den Altanlagen zu rechnen.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für ein Repowering?

Windkraftanlagen sind auf eine Lebensdauer von etwa 25 Jahren ausgelegt. Danach erfolgt entweder eine gründliche Kernsanierung, bei der viele Komponenten ersetzt werden, oder die Anlage wird stillgelegt. Durch die rasante Weiterentwicklung der Technologie in den letzten Jahren ist es jedoch inzwischen oft rentabler, ältere und kleinere Anlagen bereits deutlich früher auszutauschen und durch modernere Anlagen mit größerer Leistungsfähigkeit zu ersetzen.

Denn ein wirtschaftlicher Betrieb wird immer schwieriger, wenn Windparks mit der technischen Entwicklung nicht mehr Schritt halten und aus der EEG-Förderung fallen. Dann gilt es, die Weichen neu und richtig zu stellen.

Gesetzliche Anreize für Windpark-Betreiber*innen

Um neue Anreize für Betreiber*innen von Windparks zu schaffen, hat der Bundestag mit der Novellierung des EEG und dem Inkrafttreten des Wind-an-Land-Gesetzes (WaLG) am 1. Februar 2023 das Repowering deutlich erleichtert. Genehmigungshürden wurden reduziert, das Verfahren verkürzt.

Ein Repowering-Windpark wird nicht wie ein neuer behandelt, sondern kann auch über eine Änderungsgenehmigung bewilligt werden – vorausgesetzt, die von den neuen Anlagen ausgehenden Belastungen sind nicht höher als die der alten. Das ist sinnvoll, denn aufgrund der geringeren Anlagenanzahl und größeren Anlagenhöhen werden die Eingriffe in Natur und Umwelt reduziert.

Neue Chancen an bewährten Standorten

Repowering bietet für den Ausbau der Windenergie enormes Potenzial. Alle Informationen auf einen Blick.


Die Vorteile des Repowerings

Aus Alt mach Neu – viele Vorteile des Repowerings von Windparks liegen auf der Hand. Klar ist: Von einem Austausch der Windkraftanlagen profitieren neben den Betreiber*innen auch die Anwohner*innen und umliegenden Kommunen.

  • Vorteile für Anwohner*innen
    • Neue Windkraftanlagen laufen noch ruhiger und leiser, da mit zunehmendem Rotordurchmesser die maximale Drehzahl sinkt. Zudem wurde die Aerodynamik der Rotorblätter weiterentwickelt und verbessert.
    • Die deutlich geringere Umdrehungszahl wirkt außerdem optisch verträglicher.
    • Da ältere Bestandsanlagen häufig verstreut und in der Nähe von bebauten Gebieten stehen, kann beim Ersetzen alter Windenergieanlagen durch leistungsstärkere gleichzeitig das Landschaftsbild entlastet werden. Oft bietet sich die Chance, die neuen Windenergieanlagen raumplanerisch neu anzuordnen.
    • Kein nächtliches Blinken aufgrund bedarfsgesteuerter Nachtkennzeichnung (BNK).
  • Vorteile für Betreiber*innen
    • Moderne Anlagen sind „verträglicher“ für das Stromnetz als alte.
    • Neue Windkraftanlagen sind zuverlässiger und wartungsärmer als alte.
    • Neue Windenergieanlagen erreichen mehr Volllaststunden. Bei doppelter Nennleistung kalkuliert man üblicherweise mit dem dreifachen Stromertrag einer alten Anlage.
    • Die Anwohner*innen an Bestandsstandorten sind durch langjährige Erfahrung eher positiv gegenüber neuen, effizienteren Windenergieanlagen eingestellt.
  • Vorteile für Kommunen
    • Für die Gemeinde lohnt sich ein Repowering-Projekt in vielerlei Hinsicht. Zum Beispiel durch eine finanzielle Beteiligung laut EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) in der Höhe von 0,2 Cent/Kilowattstunde Windstrom.

Repowering in der Praxis

Der in die Jahre gekommenen Onshore-Windpark Wansleben – ursprüngliche Inbetriebnahme 2002 – wurde erfolgreich in zwei Bauabschnitten repowered.

Im ersten Bauabschnitt wurden dabei drei der alten acht Südwind S70-Anlagen durch zwei leistungsstarke Anlagen vom Typ Vestas V136 ausgetauscht. Allein eine dieser Anlagen mit 3,6 Megawatt Leistung kann den sechsfachen Ertrag im Vergleich zur Altanlage generieren.

Im zweiten Bauabschnitt wurden die verbliebenen fünf Südwind S70-Anlagen durch drei noch leistungsstärkere neue Anlagen vom Typ Vestas V150 ersetzt. Die neuen Anlagen haben jeweils eine Leistung von 5,6 Megawatt und erreichen damit eine Gesamtleistung von 16,8 Megawatt.

Die fünf neuen Windenergieanlagen unseres Repowering-Projekts Wansleben mit zusammen 24 Megawatt installierter Leistung können künftig über 37.000 Tonnen schädliches CO2 pro Jahr einsparen und rund 18.500 Haushalte mit grüner Energie versorgen.

Machen Sie jetzt den kostenlosen Repowering-Check!

Sie sind Eigentümer*in eines Windparks oder einer Fläche mit Altanlagen? Mit unserer Kompetenz und unserem Know-how aus über 30 Jahren erfolgreicher Onshore-Projektplanung und -realisierung prüfen wir Ihren Standort und bewerten das wirtschaftliche Potenzial für ein erfolgreiches Repowering-Projekt.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!