Klimaschutz mit Offshore-Wind

Trotz des wachsenden Bewusstseins für den Klimawandel besteht weiterhin großer Handlungsbedarf, um die gesetzten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen: Der Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) 2018 kommt zu dem Schluss, dass die globalen Treibhausgas-Emissionen bis 2030 – also in nur 12 Jahren – um 45 Prozent unter das Niveau von 2010 fallen müssen. Nur so kann die Erhöhung der Erderwärmung um max. 1,5 Grad Celsius begrenzt werden. Bis 2050 laut des Klimaschutz-Berichtes eine weltweite CO2-Neutralität erreicht werden, so dass ab diesem Zeitpunkt die CO2-Menge in der Atmosphäre nicht weiter steigt. 

Kohlendioxid (CO2) gilt als eines der schädlichsten Treibhausgase und als Hauptverursacher des Klimawandels. Im Zuge der Klimadiskussion wird immer wieder die Frage aufgeworfen, wie hoch die CO2-Emissionen der unterschiedlichen Stromerzeugungstechniken sind. Dabei geht es nicht nur um die Emissionen aus der Verbrennung der Energieträger. Um die Energie- und CO2-Bilanz einer Technik vollständig zu erfassen, bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Emissionen bei Bau, Betrieb, Wartung und Reparatur der Anlage sowie ihre Entsorgung am Ende der Nutzungsdauer müssen unter Gesichtspunkten des Klimaschutzes in Betracht gezogen werden.

Offshore-Windenergie geht aus diesen Berechnungen als eine der saubersten Energieformen hervor. Das Bundesumweltamt errechnete die Summe aller Emissionsfaktoren mit 5,67 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (g CO2/kWh). Die Verbrennung von fossilen Energieträgern, wie beispielsweise Braun- oder Steinkohle, zur Energieerzeugung stößt hingegen die etwa achtzigfache Menge an Kohlendioxid aus. Hier wird deutlich, was für eine zentrale Rolle die Verwendung von Offshore-Windkraft für den Klimaschutz hat.

Offshore-Windenergie ist eine der günstigsten Energieformen

Der Kostenvergleich zwischen erneuerbaren und fossilen Energieträgern reflektiert oftmals nicht die tatsächlichen Gesamtkosten der Energie. So werden etwa teure Folgekosten für Nuklearenergie, wie beispielsweise Entsorgungskosten für die radioaktiven Abfälle, nicht berücksichtigt. Zieht man zum Vergleich die Ausgaben für staatliche Finanzhilfen, Steuervergünstigungen sowie Umwelt- oder Gesundheitsfolgen der verschiedenen Energieträger heran, entsteht ein klareres Bild. So stellt sich heraus, dass im Jahr 2016 die Gesellschaft im Falle von Windstrom umgerechnet Kosten von 9 €Cent/kWh hatte. Die Gesamtkosten für Strom aus Atomkraftwerken beliefen sich hingegen auf mindestens 15,1 €Cent/kWh.

Für das Ziel, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius bis zum Jahr 2030 zu begrenzen, ist der Klimaschutz mit Offshore-Windenergie unerlässlich. Die Windparks in Nord- und Ostsee erreichen bereits heute bis zu 4.500 Volllaststunden, sind somit nahezu grundlastfähig und tragen zur deutschen Versorgungssicherheit bei. Sie sind in der Lage, die alten fossilen und nuklearen Kraftwerke zu ersetzen, ohne das Klima der Erde zu belasten.