Präqualifi-
kation

Welche Markteintrittshürden existieren für den Regelenergiemarkt?

Sinn des Regelenergiemarktes ist es, die Lastschwankungen im Stromnetz durch die Bereitstellung von Minutenreserve und Sekundärreserve auszugleichen. Für diese Kompensationsleistung erhalten die Stromerzeugungsanlagen einen Leistungs- und Arbeitspreis. Doch bis zur tatsächlichen Partizipation am Regelenergiemarkt werden Unternehmen mit erheblichen Markteintrittshürden konfrontiert, deren Überwindung Ørsted als Ihr erfahrener Partner gern für Sie übernimmt.

Die größte Hürde für die Teilnahme am Regelenergiemarkt stellt die Mindestleistung von 5 Megawatt (für die Minutenreserve und Sekundärreserve) dar. Doch kaum ein Unternehmen kann mit einer solchen Leistung dienen. Dennoch besteht die Möglichkeit, die 5 Megawatt-Hürde durch die Anbindung an ein virtuelles Energiesystem zu überwinden. Der Ørsted-Flexibilitäten-Pool bündelt viele kleine aber auch große Erzeugungsanlagen derart, dass sie alle zusammen ein großes Energiesystem bilden, das dann in der Lage ist, Regelenergie anzubieten. Ist die 5 Megawatt-Hürde somit genommen, folgen viele weitere kleine Schritte – wie beispielsweise die Kommunikationsanbindung, die aber in der Regel von entsprechenden Dienstleistern – wie Ørsted – für die jeweiligen Unternehmen mit übernommen werden.

 

Wie funktioniert die Präqualifikation für den Regelenergiemarkt?

 

Im nächsten Schritt erfolgt in der Regel die Anmeldung beim Übertragungsnetzbetreiber, der für die Ausschreibung von Regelenergie zuständig ist. Dieser Prozess nennt sich „Präqualifikation“. Hierbei werden relevante Daten der Erzeugungsanlage wie beispielsweise Nennleistung, Maximal- und Minimalleistung, Spannungsebene oder die Bilanzkreiszugehörigkeit an den Übertragungsnetzbetreiber übermittelt.

Durch Messung des Leistungsgradienten zeigt sich, ob die Anlage den zeitlichen Reaktionskriterien des Regelenergiemarktes entspricht. Möchte beispielsweise ein Erzeuger mit seiner Anlage im Rahmen eines virtuellen Kraftwerkes Minutenreserveleistung anbieten, muss seine Anlage auch in dem genannten 15 Minutenintervall steuerbar sein. Dazu wird die Anlage per Fernsteuerung innerhalb von 15 Minuten heruntergefahren und anschließend innerhalb von 15 Minuten wieder hochgefahren.

Für die Sekundärreserve muss die Anlage dieses Hoch- bzw. Runterfahren jeweils innerhalb von 5 Minuten bewältigen. Besteht die Anlage diesen Leistungstest, sollte der Regelenergie nichts mehr im Wege stehen.

Ihr Ansprechpartner

ALEXANDER SCHWARZ

Key Account Manager

Telefon: +49 40 238 0047 34
E-Mail: aschw@orsted.de