Know-how

Wissen rund um Demand Response Management

Demand Response Management sieht den intelligenten Einsatz von elektrischen Verbrauchern und dezentralen Erzeugern vor, die unterschiedlich aggregiert als Produkte auf dem Energiemarkt vermarktet werden und so für Sie als Unternehmen Zusatzerlöse generieren können. Einzelne Begriffe und Fragestellungen rund um das Demand Response Verfahren haben wir hier für Sie aufbereitet – von  der Beleuchtung der wichtigsten Demand Response Prozesse über Hintergrundwissen zu einzelnen Fachbegriffen bis hin zu wichtigen Abgrenzungen.

Erneuerbare Energien

Unser Energiesystem verändert sich radikal: von zentralen zu dezentralen Anlagen, von konventionellen zu Erneuerbaren Energien und von starren, grundlastfähigen Kraftwerken zu fluktuierenden Energieprodukten. Dadurch entstehen neue Trends und neue Herausforderungen im Strommarkt.

Regelenergie

Die vermehrte Integration erneuerbarer Energie und unvorhergesehene Ereignisse belasten das Stromnetz und führen zu ständigen Schwankungen, die ausgeglichen werden müssen. Die Lösung lautet Regelenergie.

Primärregelleistung

Durch die Aktivierung der Primärregelleistung sollen im Falle unvorhergesehener Schwankungen Stromausfälle verhindert und binnen 30 Sekunden ausgeglichen werden.

Sekundärreserve

Die Sekundärreserve – oder auch Sekundärregelleistung – dient neben Primär- und Minutenreserve der Stabilität der Netzfrequenz, die zu jeder Zeit in Höhe von 50 Hertz gehalten werden muss, um Netzausfälle zu vermeiden.

Minutenreserven

Die Minutenreserve stellt im Rahmen der Regelenergie kurzfristige Stromreserven zum Ausgleich von Stromnetzschwankungen nach einer Vorlaufzeit von 15 Minuten zur Verfügung.

Abschaltbare Lasten (AbLaV)

Die Abschaltverordnung (auch “Verordnung zu abschaltbaren Lasten” oder “AbLaV“) fördert seit ihrer Verabschiedung im Jahr 2012 die Nutzung von abschaltbaren Lasten in der Industrie mit dem Ziel einer Stabilisierung der Übertragungsnetze.

Virtuelle Kraftwerke

Ein virtuelles Kraftwerk oder virtuelles Energiesystem ist ein Zusammenschluss von dezentralen Stromerzeugern. Zur Bereitstellung von Regelenergie werden z.B. BHKWs, Biogas-, KWK-, Windkraft-, Solar- und Wasserkraftanlagen – zum Zwecke der gemeinsamen Stromvermarktung und zur Übernahme von Netzverantwortung zentral kombiniert.

Lastmanagement

Die gezielte Steuerung von Lasten wird als Lastmanagement oder Demand-Side-Management (DSM) bezeichnet. Das bisher angewandte klassische Lastmanagement stellt jedoch keine dynamische Orientierung des Verbrauchs an einer durch erneuerbare Energien volatilen Erzeugungssituation dar.
Ihr Ansprechpartner

ALEXANDER SCHWARZ

Key Account Manager

Telefon: +49 40 238 0047 34
E-Mail: aschw@orsted.de