Wirtschaftsfaktor Offshore-Wind

Offshore-Wind steigert die bundesweite Produktivität

Eine Windkraftanlage und das dazugehörige Fundament besteht aus zahlreichen Komponenten, die von vielen Unternehmen in ganz Deutschland gefertigt werden. Die sitzen nicht nur an der Küste, sondern sind im gesamten Land verteilt. Der Stahl kommt zum Beispiel aus Nordrhein-Westfalen oder dem Saarland. Die Maschinenbau-Ingenieure wurden unter anderem in Baden-Württemberg ausgebildet. Und die Hafenlogistik übernehmen norddeutsche Werften.

Sie alle – Entwickler, Hersteller, Zulieferer und viele mehr – sind in Bewegung lange bevor es die Rotorenblätter sind. Und mit ihnen der deutsche Mittelstand. Windenergie ist nämlich nicht allein das Spielfeld globaler Konzerne. Gefragt ist vielmehr die Expertise vieler kleinerer Unternehmen. Und deren Erfolge sind die Erfolge ihrer Region.

Offshore-Windkraft schafft Arbeitsplätze
Mit dem Ausbau von Offshore-Windparks steigt der Bedarf an Fachleuten aus allen möglichen Berufen. Schon heute arbeiten mehr als 20.000 Menschen für die Planung, die Produktion, die Installation und den langfristigen Betrieb der Anlagen. Hinzu kommen die vielen Beschäftigten, die indirekt damit zu tun haben. Eine echte Zukunftschance für strukturschwache Gebiete. Regionen, denen es ohnehin wirtschaftlich gut geht, gewinnen neue Aufgaben und neue Kompetenzen.

Offshore-Windkraft birgt ein hohes Exportpotenzial
Die Offshore-Windindustrie ist auf dem besten Weg, ein bedeutender Wirtschaftszweig für Deutschland zu werden. Gelingt die deutsche Energiewende und schafft Deutschland es, sich hier die Technologieführerschaft zu sichern, dann wird das Know-how der Energiebranche ein weltweit gefragtes Exportgut. Bei einer Branche mit einer solchen Lernkurve ein sehr wahrscheinliches Szenario.